Vom Waschbär und seinen Untaten

Der Bundesjägertag 2012 war ein schlechter Tag für Waschbär, Marderhund und Mink. Denn auf dem Traditionsjäger-Treffen in Pforzheim gab der Deutsche Jagdschutz-Verband (DJV) bekannt, dass sich diese Beutegreifer „rasant“ ausbreiten. „Ihr Einfluss auf die heimische Tierwelt in Deutschland ist nachgewiesen“, hieß es schonungslos. Eine wahrheitsgemäße Feststellung, die beispielsweise auch für Murmeltier, Maulwurf und Marienkäfer gilt. Weiterlesen

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Die Afrikanische Schweinepest breitet sich aus Russland beunruhigend in Richtung Europäische Union aus

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist eine der wichtigsten anzeigepflichtigen,
hochansteckenden Seuchen bei Hausschweinen und Schwarzwild. Sie zeichnet sich
durch eine hohe Sterblichkeit, schwere sozioökonomische Konsequenzen sowie eine
unvorhersehbare Verbreitung aus. Für andere Tierarten und den Menschen ist die
ASP ungefährlich. Anders als bei der Klassischen Schweinepest, die in den vergangenen
10 Jahren in Rheinland-Pfalz vorkam, steht zur Bekämpfung der Afrikanischen
Schweinepest kein Impfstoff zur Verfügung. Die ASP kann nur durch Tötung und unschädliche Beseitigung der Schweine bekämpft werden. Weiterlesen

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Bleifrei Jagen bei Wald und Holz NRW

Einsatz von bleifreier Munition in der Verwaltungsjagd
Wald und Holz NRW kündigt an, ab dem Jagdjahr 2013/2014 und mit
dem Stichtag 1. April 2013 die ausschließliche Verwendung bleifreier
Jagdmunition im Staatswald NRW verbindlich einzuführen.
Vier Prozent der bejagbaren Fläche Nordrhein-Westfalens gehören
zur Verwaltungsjagd von Wald und Holz NRW. Verbraucher- und
Umweltschutz stehen bei der Verwendung bleifreier Jagdmunition
im Vordergrund.
Private Jägerinnen und Jäger, die bei Wald und Holz NRW jagen,
sowie der Landesjagdverband NRW wurden bereits im Vorfeld informiert. Weiterlesen

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Rotwild in Rheinland-Pfalz

Eine Leitbilddiskussion zum Thema Rotwild muss daher dazu führen, dass sich die Situation der Wald-Wildproblematik in Rheinland-Pfalz zum Positiven ändert, ansonsten hat sie keine Chance. Konkret bedeutet dies:

  • Umsetzung der waldbaulichen und jagdgesetzlichen Vorgaben
  • Transparenz und ehrlicher Umgang aller Beteiligten
  • Abbau von Revieregoismen – revierübergreifendes Denken und Handeln
  • Effiziente Jagdmethoden
  • Abkehr trophäenorientierter  Abschussvorgaben hin zu wildbiologischen Abschusskriterien
  • Synchronisation von Jagdzeiten (z.B. Rotwild/Rehwild)

Weiterlesen: Situation des Rotwildes in Rheinland-Pfalz

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Mountain-Biker gegen Waldgesetz-Novelle

Im Vorfeld der Novellierung des hessischen Waldgesetzes wurde die Öffentlichkeit mit einer massiven Kampagne der organisierten Mountainbiker konfrontiert. Sie sehen in der vorgesehenen Einschränkung der Fahrrad-Nutzung einen Angriff auf den freien Zugang zum Wald.

Die Öffentlichkeitsarbeit der Parteien und des Umweltministeriums war bislang nicht sonderlich effizient und bot Anlass zu zahlreichen Fehlinterpretationen.

Link zum geplanten Gesetzestext: HWaldG-E-Gesetzesentwurf (PDF)

Auf Initiative des BUND Hessen haben sich nun Naturschutz- und Jagdverbände mit einer gemeinsamen Resolution zu Wort gemeldet. Auch der ÖJV Hessen gehört zu den Unterzeichnern. So soll versucht werden, die aufgeheizte Diskussion zu versachlichen:

die ganze Resolution „Rücksichtnahme im Wald“

Mountainbiker gegen Waldgesetz

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Meisterprüfung im Beruf „Revierjäger/Revierjägerin“ 2013 in Bayern

Bekanntmachung des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Rosenheim

vom 20.Juli 2012 Az.: JF 7194.9

Am 30. April 2013 und vom 04. November – 08. November 2013 findet in Bayern eine Meisterprüfung im Beruf Revierjäger/ Revierjägerin statt.

Die Prüfung besteht aus einem praktischen Teil, einem fachtheoretischen Teil, einem  wirtschaftlichen und rechtlichen Teil, sowie aus dem Teil „Berufsausbildung und Mitarbeiterführung“. Des Weiteren ist im Rahmen des fachtheoretischen Teils eine Meisterprüfungsarbeit als schriftliche Hausarbeit innerhalb von 12 Wochen zu fertigen. Bei der Aufgabenstellung für die Meisterprüfungsarbeit werden nach Möglichkeit Vorschläge des Bewerbers berücksichtigt. Die schriftliche Prüfung im Teil „Berufsausbildung und Mitarbeiterführung“ wird auf den 30.04.2013 vorgezogen.

Für die Teilnahme an der Meisterprüfung wird eine Prüfungsgebühr in Höhe von 300 € erhoben. Weiterlesen

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Jagdzeit für Rehböcke im Herbst schaffen

Behm: „Orientierung der Jagdzeiten an der Trophäenjagd muss der Vergangenheit angehören“

„Für die Tatsache, dass Rehböcke laut Bundesjagdzeitenverordnung im Herbst zwischen Mitte Oktober und Ende Dezember nicht gejagt werden sollen, dafür liefert die Bundesregierung nur eine fadenscheinige Begründung, die nicht verdecken kann, worum es bei dieser Jagdzeitenregelung von Anbeginn ging: um eine Regelung im Interesse der Trophäen- und Hegejagd.“ Mit diesen Worten kommentierte Cornelia Behm, Sprecherin für Ländliche Entwicklung und für Waldpolitik der Bundestagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, die Antwort der Bundesregierung auf ihre Schriftliche Frage nach den Gründen für die unterschiedlichen Jagdzeiten für Rehböcke und Ricken. „Die Vorstellung, die Jagd könne und müsse anstelle der Natur durch einen nach Alter und Kondition selektiven Abschuss für eine gesunde Population sorgen, ist doch völlig aus der Zeit gefallen.“
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Jagdverbot in Deutschland Zum EMGH-Urteil vom 26. Juni 2012

Pressemitteilung des ÖJV Bayern

Mit dem Urteil des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR)
(Beschwerdenummer 9300/07) vom 26. Juni 2012 ist festgestellt, dass auch in
Deutschland Grundeigentümer auf ihrem Grund und Boden die Jagd untersagen
können.
Mit diesem Urteil sind derzeit noch unabsehbare Folgen verbunden.
Durch die Herausnahme von Grundstücken aus den Jagdgenossenschaften etc.
kann es jagdpraktisch und jagdrechtlich zu gravierenden Verschlechterungen
kommen:

  • Grundsätzlich ist damit das Reviersystem, hinter dem der ÖJV uneingeschränkt steht, gefährdet.
  • Es wird schwieriger, die dringend notwendigen Bewegungsjagden durchzuführen, da vor allem der ohnehin schon prekäre Hundeeinsatz mit überjagenden Hunden zusätzlich Probleme hervorrufen kann.
  • Aus Tierschutzgründen muss gesichert sein, dass auch auf den Flächen, die aus der Jagd herausgenommen sind, Nachsuchen stattfinden können.
  • Je größer die nicht bejagten Flächen sind, desto mehr können sich dort Schalenwildbestände aufhalten und entwickeln, die in den umliegenden Wald und Landwirtschaftsflächen Schäden hervorrufen können.
  • Je nach Größe und Lage der nicht bejagten Flächen können jagdgenossenschaftliche Flächen zu klein werden und damit ihre Eigenständigkeit verlieren.

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Grundstückseigentümer hätte nicht verpflichtet werden dürfen, die Jagd auf seinem Land zu dulden

In seinem Urteil der Großen Kammer im Verfahren Herrmann gegen Deutschland
(Beschwerdenummer 9300/07), das rechtskräftig ist1, stellte der Europäische
Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) heute mit einer Mehrheit der Stimmen eine
Verletzung von Artikel 1 Protokoll Nr. 1 (Schutz des Eigentums) zur Europäischen
Menschenrechtskonvention (EMRK) fest.
Das Verfahren betraf die Beschwerde eines Grundstückseigentümers darüber, dass er die
Jagd auf seinem Land dulden muss, obwohl er sie aus ethischen Gründen ablehnt.
Der Gerichtshof befand insbesondere, dass diese Verpflichtung Grundstücksbesitzern in
Deutschland, die die Jagd ablehnen, eine unverhältnismäßige Belastung auferlegt. Damit
folgte der Gerichtshof seinen Schlussfolgerungen in zwei früheren Urteilen, die das
Jagdrecht in Frankreich und Luxemburg betrafen.

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Erste grundlegende Novellierung des Jagdrechts in Baden-Württemberg seit fast 80 Jahren – Auftaktveranstaltung Landtag 22. Juni 2012

Der Ökologische Jagdverein Baden – Württemberg e.V. (ÖJV BW) begrüßt die von der
grün – roten Landesregierung beabsichtigte Novellierung des Landesjagdgesetzes.
Wer die einmalige Chance verpasse, das Landesjagdgesetz zu aktualisieren,
erweise der Jägerschaft einen Bärendienst. Ziel des ÖJV sei es Jäger als
verantwortungsbewusste Naturschützer im Bewusstsein der Bevölkerung zu verankern.
Jagd und Jäger können in der Gesellschaft ihre Akzeptanz nur erhalten, wenn sie
Erkenntnisse aus der Wildbiologie, Anliegen des Natur- und Tierschutzes aufnehmen und
in einem von allen Beteiligten getragenen Gesetz umsetzen, so der 1. Landesvorsitzende
des ÖJV, Christian Kirch.

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