Runder Tisch mit Saarländischen Jagdschulen

Am 22.07.2010 trafen sich auf Einladung von Umwelt-Staatssekretär Klaus Borger alle Vertreter der Saarländischen Jagdschulen, sowie Vertreter der Vereinigung der Jäger des Saarlandes (VJS), die als Körperschaft des öffentlichen Rechts mit der Abnahme der Jägerprüfung betraut ist, zu einer Arbeitssitzung im Ministerium für Umwelt, Energie und Verkehr. Inhalt der Arbeitssitzung war das Thema Jägerprüfung, insbesondere ging es um eine kritische Würdigung des Stoffplanes zur Prüfungsvorbereitung, den Inhalt der aktuell gültige Prüfungsordnung sowie allgemeine Fragen zur Organisation und zum Ablauf der Prüfungen.
Die 5 privaten saarländischen Jagdschulen und die VJS selbst bilden pro Jahr zwischen 800 und 1.000 Jägerinnen und Jäger in kompakten Kursen in Theorie und Praxis aus. Die Jagdschulen haben damit für das Land eine wichtige wirtschaftliche Bedeutung, da diese „Jungjäger/innen“ die von Nah und Fern im Saarland Ihre Prüfung ablegen wollen, nicht nur für die Jagdschule selbst, sondern auch für die Beherbergungsbetriebe und die Gastronomie zusätzliche Einnahmen generieren.
Die Landesregierung ist daher froh, neben dem vielfältigen Angebot für eine qualitativ hochwertige Jägerausbildung auch wirtschaftlich gesunde Jagdschulen im Saarland zu haben.

Staatssekretär Klaus Borger hob in seinem Eingangsstatement die Bedeutung und die Verantwortung der Jagdschulen für eine qualitativ hochwertige Jägerausbildung hervor.

„Die Jägerausbildung muss zukünftig neben der Vermittlung solider theoretischer Grundkenntnisse, z.B. im Bereich Jagd- und Waffenrecht, Wildtierkunde, Wald-, Natur- und Tierschutz, ein deutlich stärkeres Gewicht auf die Vermittlung jagdpraktischer Kenntnisse legen“. Insbesondere der perfekte Umgang mit dem erlegten Wild gehöre zu den handwerklichen Fähigkeiten, die zukünftig einen deutlich stärkeren Schwerpunkt erhalten müssen.

Es bestand einmütiger Konsens zwischen allen Teilnehmern sowohl Ausbildungs- und Prüfungsinhalte in diesem Sinne zu durchforsten und zu „entschlacken“.

Die Mitglieder des runden Tisches werden unter organisatorischer Federführung der VJS zu den verschiedenen Fachgebieten Arbeitsgruppen bilden und bis November die entsprechenden Entwürfe erarbeiten. Die Oberste Jagdbehörde beim Ministerium für Umwelt, Energie und Verkehr wird nach Prüfung der entsprechenden Entwürfe eine neue Ausbildungs- und Prüfungsordnung in Kraft setzen.

Ministerium für Umwelt, Energie und Verkehr

Dieser Beitrag wurde unter Jagdverbände, Saar veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.