Gemeinsame Pressemitteilung zum Wald-Wild-Konflikt von BfN, DFWR und ANW

Überhöhte Schalenwildbestände führen in weiten Teilen der deutschen Wälder zu massiven Problemen; die eingetretenen Schäden sind nicht nur ökologisch bedenklich, sondern haben auch eine erhebliche ökonomische und damit finanzielle Dimension. Durch Wildverbiss werden die Anlage und der notwendige Umbau in naturnahe Mischwälder großflächig behindert. Dies sind wesentliche Ergebnisse eines aktuellen Gutachtens zum Wald-Wild-Konflikt, das heute in Berlin vom Bundesamt für Naturschutz (BfN), dem Deutschen Forstwirtschaftsrat (DFWR) und der Arbeitsgemeinschaft Naturgemäße Waldwirtschaft (ANW) der Presse vorgestellt wurde. Das Gutachten setzt sich auch kritisch mit den gesetzlichen Grundlagen auseinander, die in entscheidenden Punkten ergänzungsbedürftig sind. So werden die Einführung von verbindlich einzuhaltenden Mindestabschlussplänen unter Einbeziehung forstlicher Verjüngungsgutachten und eine Überarbeitung der Jagdzeiten einzelner Schalenwildarten unter Berücksichtigung wildbiologischer Erkenntnisse gefordert. Eine deutliche Reduktion, insbesondere der Rehwildbestände, ist dringend erforderlich. …

Die ganze Nachricht zum Wald-Wild-Konflikt

Dieser Beitrag wurde unter Forst, Naturschutz, Presseschau abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort auf Gemeinsame Pressemitteilung zum Wald-Wild-Konflikt von BfN, DFWR und ANW

  1. Wagelaar sagt:

    Aber auch im Ländle ist in zu vielen Fällen die „Sache mit der Jagd“ nicht in Ordnung, wie ein Blick auf das forstliche Gutachten zum (Rehwild) Abschussplan zum 3. Mal in Folge deutlich zeigt.

    Dieser Sachverhalt sollte insbesondere im Kontext mit dem Projekt RobA gesehen werden und in allen Informationsgesprächen sollten die Entscheidungsträger und Verantwortlichen (Jagdpächter, Vorstände von Jagdgenossenschaften, Bürgermeister) entsprechend sensibiliert werden. Oft ist dazu die geeignetste Methode die wirtschaftlichen Konsequenzen überhöhter Wildbestände darzulegen – insbesondere in Zeiten leerer Kassen.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.