Halali

zu den Artikeln in der Saarbrücker Zeitung:
Dicke Luft im Verband der Saar-Weidmänner“ und „Saar-Jäger wählen neuen Landesjägermeister

Endlich! Die Ära des Landesjägermeisters Maurer ist vorbei. Das war ein längst überfälliger Schritt. Ärmlich war die Art und Weise, in der Maurer aus dem Amt geschieden ist: Den Mumm, offen gegen seinen Konkurrenten anzutreten, hatte er nicht – den Mumm, einen klaren Schlussstrich zu ziehen aber auch nicht, sonst hätte er sich die Hintertür, im Falle eines Scheitern des Herrn Schobers doch noch zur Wahl anzutreten, nicht offengehalten. Nun ist die Vermengung von Jägerei und Politik Gott sei dank vorbei – hoffentlich.
Die öffentliche Kritik an der Ämteranhäufung (Landesjägermeister und Abteilungsleiter A im für die Jagdaufsicht zuständigen Umweltministerium) war berechtigt. Denn der ehemalige Landesjägermeister hatte seine Position als Chef der Saarjäger dazu genutzt, beruflich Karriere zu machen und von einem unbedeutenden Posten bei der ehem. LVA zum dritten Mann im Umweltministerium aufzusteigen. Und diesen hohen Posten nutzte er dann, Lobbyarbeit für die VJS zu betreiben. Die Lobbyarbeit gibt er sogar zu und brüstet sich damit, Einfluss auf die Politik des Umweltministeriums genommen zu haben. So ist es auch in der Tat Maurers Verdienst, dass die VJS „in Saarwellingen das deutschlandweit schönste Jägerheim bekommen“ hat. Denn ohne seine Position im Umweltministerium wäre das Jägerheim wohl kaum so massiv aus Steuergeldern bezuschusst worden und damit nicht finanzierbar gewesen. Kein anderer Verein erhält soviel Geld vom Staat für den Bau seines Vereinsheimes. Und ein Ehrenamt war die Tätigkeit als Landesjägermeister für Maurer nicht, denn seine „Aufwandsentschädigung“ hierfür war höher als der Verdienst von manch kleinem Angestellten im Umweltministerium.
Und wie man hinter vorgehaltener Hand aus dem Umweltministerium hört, freut man sich auch dort über Maurers Niederlage, da er auch dort für seinen „selbstherrlichen, autoritären Führungsstil“ bekannt und gefürchtet ist. Und so hat er dort etwa ebenso viel oder besser gesagt „wenig“ Freunde wie am Samstag in der VJS.

Manfred Hoffmann
Auersmacher

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