Faltblatt informiert Schaf- und Ziegenhalter über Maßnahmen zum Schutz der Herde vor Wölfen

Nach Sachsen und Brandenburg sind Wölfe seit etwa zwei Jahren auch in Mecklenburg-Vorpommern wieder anzutreffen. Derzeit liegen Nachweise auf Einzeltiere aus dem Bereich der Lübtheener Heide, der Prignitz, der Wittstocker Heide und der Ueckermünder Heide vor. Es gibt bisher keine gesicherten Hinweise auf Rudel-Vorkommen.

Dennoch kam es in der Vergangenheit auch in Mecklenburg-Vorpommern zu vereinzelten Rissen in Schafherden. Der Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Dr. Till Backhaus hat deshalb die Erarbeitung eines Wolfs-Managementplanes in Auftrag gegeben. Dieser wird sich mit der natürlichen Rückkehr des Wolfes nach Mecklenburg-Vorpommern und den sich daraus ergebenden Fragen des Zusammenlebens von Wolf und Mensch beschäftigen.

„Der Wolf wird entsprechend internationaler Vereinbarungen der höchsten Schutzkategorie des Naturschutzes zugeordnet. Der Schutz des Wolfes ist deshalb gesetzliche Verpflichtung, auch wenn die Interessenlage bei Viehzüchtern aber auch bei dem einen oder anderen Jäger hier vielleicht eher in eine andere Richtung geht“, betont Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus. Wichtig sei aber zunächst, Vorurteile und Ängste abzubauen, Wissen zu vermitteln und damit die Akzeptanz des Wolfes zu verbessern.

Allen Schaf- und Ziegenhaltern geht deshalb mit dem Bescheid der Tierseuchenkasse in den nächsten Tagen ein Faltblatt zu, dass über Schutzmaßnahmen aber auch über das Vorgehen im Schadensfall informiert.

Das Faltblatt wird auch in der Zeitschrift des Schafzüchterverbandes und im Internet unter www.lu.mv-regierung.de veröffentlicht.

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