Lebensräume der Hirsche werden neu erforscht

Ministerium und TU Dresden starten Forschungsprojekt über Rotwild in Sachsen

Forstminister Frank Kupfer hat heute (30. Januar 2009) zusammen mit Forstwissenschaftlern der TU Dresden in Tharandt ein neues Forschungsprojekt über das Rotwild gestartet. Die Studie mit dem Titel „Die Zukunft der Rotwildlebensräume in Sachsen“ soll vor allem die Auswirkungen durch Veränderungen oder Verlust der Lebensräume dieser Wildtierart untersuchen. „Die Zerschneidung der Landschaft durch unterschiedliche Infrastrukturmaßnahmen und die immer intensivere Freizeitnutzung des Waldes durch die Bevölkerung stört die Wildtiere häufig in ihren Habitaten“, betonte der Minister.

Probleme bereiten vor allem große Verkehrswege wie Autobahnen sowie stark besiedelte Gebiete. Sie verhindern teilweise einen genetischen Austausch zwischen den einzelnen Verbreitungsgebieten. Das Rotwild ist davon besonders betroffen. „Es erfordert daher unserer gemeinsamen Anstrengungen, die bestehende Artenvielfalt zu sichern und zu verbessern. Das heute gestartete Projekt kann dazu ganz wesentlich beitragen“, so Kupfer weiter.

Am Ende des Projekts sollen Empfehlungen zur Schaffung oder Neugestaltung von Wildtierkorridoren und Schalenwildgebieten abgegeben werden. Außerdem sollen Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensräume entwickelt werden. „Wir wollen die Forschungsergebnisse aber auch dazu nutzen, um die gesetzlichen Rahmenbedingungen diesbezüglich auf den Prüfstand zu stellen. Darüber hinaus erwarte ich vom Projekt Vorschläge für ein zukunftsfähiges Schalenwildmanagement, das künftig die Jäger bei ihrer Arbeit vor Ort unterstützen soll“, sagte Kupfer heute in Tharandt.

Die wissenschaftliche Bearbeitung des zweijährigen Projektes erfolgt durch die Dozentur für Wildbiologie und Jagdwirtschaft an der Fakultät Forstwissenschaften der TU Dresden. Die Kosten in Höhe von 146.000 Euro werden aus Mitteln der Jagdabgabe, einem pauschalen Jahresbeitrag der rund 10.000 Jäger in Sachsen, finanziert.

Dieser Beitrag wurde unter Naturschutz, Sachsen abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.